Ein Silberstreif am Horizont …

Es erfordert nicht nur eine Menge Verstand, sondern vor allen Dingen sehr viel Rückgrat, in einem (noch) weniger bekannten Verein oder auch ganz ohne Verein gesunde Hunde zu züchten, statt sich einem weltweit bekannten Verein und einer Zuchtordnung zu unterwerfen, die Inzucht gesellschaftsfähig zu machen versucht.

Und doch gibt es inzwischen einige Züchter, auf die das zutrifft – sie sind ein kleiner Silberstreif am Horizont!

Da es nicht nur im VfDSp (VDH) die an anderer Stelle bereits erwähnten Versuche gegeben hat, den Deutschen Spitz mit Samojeden-Spitzen zu kreuzen, was leider einen teilweise unkontrollierbaren Jagdtrieb und mangelndes Wachverhalten in die Population gebracht hat, muss man natürlich sagen, dass es ähnliche Tendenzen auch in anderen Vereinen, bzw. bei Dissidenz-Züchtern gibt, andere Spitze einzukreuzen, die teilweise starken Jagdtieb mitbringen, wie z.B. den Schwedischen Lapphund. Diese Idee orientiert sich aber in erster Linie am äußeren Erscheinungsbild. Solche Hunde können zwar den Gesundheits-Status der Gesamt-Population verbessern, aber leider ist dieser Jagdtrieb selbst nach 10 und mehr Generationen nicht annähernd wieder herausgezüchtet.

Ich persönlich (andere mögen da anderer Ansicht sein) würde, sofern man über gezielte Einkreuzung anderer Rassen nachdenkt, eher über das Einkreuzen nachweislich gesunder (um die Einschleppung anderer genetischer Defekte in die Spitz-Population zu verhindern) Einzelhunde aus der Gruppe der englischen Hütehunde nachdenken, in die der Pommersche Hütespitz eingekreuzt wurde. Diese Hunde haben in der Regel nur einen, wenn überhaupt, sehr geringfügigen Jagdtrieb, so dass diese für viele Halter wichtige Eigenschaft nicht verloren gehen muss. Das äußere Erscheinungsbild dieser Mischlinge sollte spätestens(!) in der 3. Generation von dem anderer Spitze nicht mehr zu unterscheiden sein. Viele Spitz-Mischlinge selbst der 1. Generation sind als solche praktisch nicht oder kaum zu erkennen! Hier sollte man seitens der Zucht-Vereine vielleicht doch verstärkt darüber nachdenken, ob man nicht eine Arbeitsprüfung (Jagd-Trieb und Wachverhalten) etablieren sollte.

Alternativ könnte man auch die Unterscheidung in Leistungszucht (an Arbeits-/Wesens-Eigenschaften orientiert) und Show-Linie (am Aussehen orientiert) überlegen. Allerdings würde das eine weitere Aufspaltung der Gesamt-Population bedeuten, die sicherlich nicht geeignet ist, um den Genetischen Flaschenhals zu überwinden. Da würde es sich eher empfehlen, die ursprünglich durch den VfDSp (VDH) geschaffene Aufspaltung von großen und kleinen Spitzen in vier Größenschläge (Groß-, Mittel-, Klein- und Zwergspitz) mit jeweils entsprechender Verkleinerung der Zuchtbasis wieder aufzuheben. Damit würde – zumindest in geringem Umfang – der weiteren genetischen Verarmung entgegengewirkt.

 


Unter den folgenden Links findet man Züchter, die sich m. E. sehr ernsthaft um gesunde Zucht bemühen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vereine, in denen vernünftig gezüchtet wird (Auch ohne Banner in den Permalinks):